Montagmorgen ging es gut gelaunt, aber leider viel zu früh auf den langen Weg nach Riga. Gegen halb 10 trafen wir uns am Hauptbahnhof um den Zug nach Tampere zu nehmen. Dort wollten wir den halben Tag verbringen, bevor uns RyanAir am Abend nach Riga fliegen sollte. In Tampere angekommen, stellten wir fest, dass es noch einmal deutlicher kälter war als in Helsinki und so ging es leicht fröstelnd durch die Stadt. Wir bemerkten, dass die Innenstadt ansicht doch recht überschaubar ist und so sahen wir uns kuzr das Stadion von außen an und gingen danach in eines der wenigen Highlights in Tampere: das einzige Lenin-Museum der Welt. Das Museum war in dem Gebäude untergebracht, wo Lenin und Stalin das erste Mal aufeinandertrafen und von wo aus Lenin den größten Teil seiner politischen Agitation im Exil betrieb.
Das Museum war sehr überschaubar, bot allerdings einen netten Hefter, welcher gut als Tourguide geeignet war und wichtige Kenntnisse über die Historie der russischen Revolution vermittelte. Insgesamt aus historischer Sicht also durchaus ein lohnenswerter Besuch, bei dem ich unter anderem lernte, dass Lenin einer der ersten Russen war, der die Autonomiefrage Finnlands gänzlich befürwortete.
Nach dem Museumsbesuch gingen wir eine Kleinigkeit essen und liefen noch ein wenig durch die Stadt. Da uns anschließend noch ein wenig Zeit blieb, bis der Bus zum Flughafen fahren sollte, begaben wir uns in eine Bar und nahmen unser erstes Bier zu uns.
Der Flughafen in Tampere verdient als solcher seinen Namen nicht wirklich. Wie so oft hat RyanAir ein eigenes "Terminal", welches einer umfunktionierten Lagerhalle glich. Wir hatten bereits online eingecheckt und mussten somit nur noch durch die Sicherheitskontrolle um anschließend quer übers Rollfeld zu unserem Flugzeug zu laufen, welches doch sehr spartanisch eingerichtet war. Dafür war der Flug mit seinen knappen 45 Minuten recht angenehm und wir landeten um 21:45 in Riga. Obwohl wir gelesen hatten, dass annähernd jeder Taxifahrer versucht dir das Geld aus den Rippen zu leiern, hatten wir Glück und erwischten einen, der uns ohne Umstände und hohe Kosten zum Hostel brachte.
Das Hostel war sehr klein, lag mitten in der Altstadt und vom Ambiente erinnerte es mich wieder an unsere zahlreichen Hostels in Südamerika. Nachdem wir unsere Betten bezogen hatten, begaben wir uns in den Aufenthaltsraum, in dem bereits verschiedene englischsprachige Backpacker saßen und ein Bierchen tranken. Wir setzten uns dazu und kamen schnell ins Gespräch. Nach einer Weile fragten uns die Jungs, welche nahezu jeglichen englischen Dialekt abdeckten (es war ein Engländer, ein Australier, einer aus Wales, ein Kanadier und ein Amerikaner), ob wir heut abend mit ihnen um die Häuser ziehen wollten. Grade erst angekommen, aber natürlich hochmotiviert verließen wir mit ihnen das Hostel und tauchten in die lettische Nacht ein, welche im Vergleich zu Finnland doch extrem mild war.
Zuerst gingen wir in eine Bar, welche direkt neben dem Hostel lag und "Leningrad" hieß. Leckeres Bier (für 2 Euro!!!), nettes Ambiente und eine wunderbare Ambivalenz in einer Bar, in der ein Bild von Jim Morrison neben dem von Lenin hing. Wir blieben eine ganze Weile und ich lauschte ein wenig den Geschichten der Anderen, welche größtenteils schon einige Zeit unterwegs waren und interessante Dinge zu erzählen hatten.
Anschließend gingen wir noch in eine weitere Bar, welche mit besserer Musik auftrumpfte (u.a. vom Frankfurter Bub "Shantel") und in welcher der DJ lustigerweise ab und an zu seiner Posaune griff und zur Musik mitspielte. Wir tanzten, genossen den Abend und kehrten hundemüde gegen 3 Uhr ins Hostel zurück um uns für den folgenden Tag ordentlich auszuschlafen.
Fortsetzung folgt ...
Das Museum war sehr überschaubar, bot allerdings einen netten Hefter, welcher gut als Tourguide geeignet war und wichtige Kenntnisse über die Historie der russischen Revolution vermittelte. Insgesamt aus historischer Sicht also durchaus ein lohnenswerter Besuch, bei dem ich unter anderem lernte, dass Lenin einer der ersten Russen war, der die Autonomiefrage Finnlands gänzlich befürwortete.
Nach dem Museumsbesuch gingen wir eine Kleinigkeit essen und liefen noch ein wenig durch die Stadt. Da uns anschließend noch ein wenig Zeit blieb, bis der Bus zum Flughafen fahren sollte, begaben wir uns in eine Bar und nahmen unser erstes Bier zu uns.
Der Flughafen in Tampere verdient als solcher seinen Namen nicht wirklich. Wie so oft hat RyanAir ein eigenes "Terminal", welches einer umfunktionierten Lagerhalle glich. Wir hatten bereits online eingecheckt und mussten somit nur noch durch die Sicherheitskontrolle um anschließend quer übers Rollfeld zu unserem Flugzeug zu laufen, welches doch sehr spartanisch eingerichtet war. Dafür war der Flug mit seinen knappen 45 Minuten recht angenehm und wir landeten um 21:45 in Riga. Obwohl wir gelesen hatten, dass annähernd jeder Taxifahrer versucht dir das Geld aus den Rippen zu leiern, hatten wir Glück und erwischten einen, der uns ohne Umstände und hohe Kosten zum Hostel brachte.
Das Hostel war sehr klein, lag mitten in der Altstadt und vom Ambiente erinnerte es mich wieder an unsere zahlreichen Hostels in Südamerika. Nachdem wir unsere Betten bezogen hatten, begaben wir uns in den Aufenthaltsraum, in dem bereits verschiedene englischsprachige Backpacker saßen und ein Bierchen tranken. Wir setzten uns dazu und kamen schnell ins Gespräch. Nach einer Weile fragten uns die Jungs, welche nahezu jeglichen englischen Dialekt abdeckten (es war ein Engländer, ein Australier, einer aus Wales, ein Kanadier und ein Amerikaner), ob wir heut abend mit ihnen um die Häuser ziehen wollten. Grade erst angekommen, aber natürlich hochmotiviert verließen wir mit ihnen das Hostel und tauchten in die lettische Nacht ein, welche im Vergleich zu Finnland doch extrem mild war.
Zuerst gingen wir in eine Bar, welche direkt neben dem Hostel lag und "Leningrad" hieß. Leckeres Bier (für 2 Euro!!!), nettes Ambiente und eine wunderbare Ambivalenz in einer Bar, in der ein Bild von Jim Morrison neben dem von Lenin hing. Wir blieben eine ganze Weile und ich lauschte ein wenig den Geschichten der Anderen, welche größtenteils schon einige Zeit unterwegs waren und interessante Dinge zu erzählen hatten.
Anschließend gingen wir noch in eine weitere Bar, welche mit besserer Musik auftrumpfte (u.a. vom Frankfurter Bub "Shantel") und in welcher der DJ lustigerweise ab und an zu seiner Posaune griff und zur Musik mitspielte. Wir tanzten, genossen den Abend und kehrten hundemüde gegen 3 Uhr ins Hostel zurück um uns für den folgenden Tag ordentlich auszuschlafen.
Fortsetzung folgt ...
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